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  Das Projekt


Zuletzt geändert am 05/01/05
© PrestoSpace Consortium - 2004

Gegenstand des Projekts ist die Bereitstellung von technischen Lösungen und integrierten Systemen für eine vollständige digitale Sicherung aller Arten von audiovisuellen Sammlungen.

Institutionen, die traditionellerweise die langfristige Sicherung audiovisueller Daten zur Aufgabe haben (Rundfunk-Anstalten, Forschungseinrichtungen, Bibliotheken, Museen, usw...), sehen sich nun mit neuen Herausforderungen in Technik und Organisation, Ressourcen und rechtlichen Belangen bei der Datenmigration hin zu digitalen Formaten und der Erhaltung bereits digitalisierter Bestände konfrontiert. Technische Veralterung und physischer Verfall von Datenbeständen verlangen eine wohlüberlegte Strategie und effiziente technische Abläufe in der digitalen Langzeitsicherung. Das Hauptziel dabei ist der Aufbau von Einrichtungen, die die notwendigen Voraussetzungen für diese Langzeitsicherung zur Verfügung stellen und die allen Datenbetreuer zugänglich sind, um ihre Bestände zu verwalten und zu vertreiben.

Das vorige Jahrhundert eröffnete neue Möglichkeiten der Sicherung des Kulturerbes durch audiovisuelle Technologien. Schlüsselereignisse wurden aufgezeichnet, audiovisuelle Medien stellten die neue Form kulturellen Ausdrucks und eine erweiterte Darstellung der Menschheitsgeschichte dar. Diese neuen historischen, kulturellen und kommerziellen Vermögensgüter sind weitaus fragiler als konventionelle Kunstwerke (Malereien, Dokumente, Baudenkmäler...) und sind völlig dem Risiko des Verfalls ausgesetzt. Nach Schätzungen der UNESCO existieren weltweit audiovisuelle Bestände von insgesamt 200 Millionen Stunden, davon in Europa ca. 50 Millionen Stunden. Das gesamte Audio-, Video- und auch Filmmaterial ist innerhalb der nächsten 20 Jahre gefährdet. Dies bedeutet eine große Herausforderung für lokale wie nationale Archive, Universitäten, Bibliotheken, Museen und unternehmensinterne wie private Sammlungen

Audiovisuelle Inhalte sind weit verbreitet und Archive sind heterogen in ihrer Größe und organisatorischen Struktur: Institutionen, Firmen, regionale und lokale Einrichtungen, etc... Bislang bedeuten hohe Kosten und technologische Komplexität für die unterschiedlichen Archivbetreiber ein Hindernis dabei, ihre eigene Archivpolitik in Durchführung und Verwaltung umzusetzen, während auf allgemein gültige Richtlinien und Unterstützung von übergeordneten öffentlichen Stellen gewartet wird.

Obwohl die großen „Broadcaster“ bereits damit begonnen haben, ihre Bestände zu digitalisieren - verbunden mit sehr hohen Kosten und der Anwendung modernster Technologien -, besteht die Notwendigkeit nun darin, die Herangehensweise einer „Preservation Factory“ mit einzubeziehen, die integrierte halbautomatisierte Lösungen zur Verfügung stellt mit dem Ziel, Kosten soweit zu minimieren, dass auch kleinere Sammlungen mit Hilfe von vereinfachten, standardisierten Verfahren gesichert werden können. Diese Dienstleistungen werden auf die Gegebenheiten der z.T. sehr unterschiedlichen audiovisuellen Beständen zugeschnitten, und zwar hinsichtlich: ökonomischer und sozialer Modelle, Lager-, Software- und auch Personalkosten, sowie von den Archivhaltern angewandter Firmenpolitiken und Praktiken. Der Weg, um das Ziel einer „Sicherung aller audiovisuellen Bestände“ zu erreichen, verfolgt einen integrativen Ansatz, indem langfristig haltbare Bestände produziert und für die Nutzung durch Fachleute als auch die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Hauptidee dabei ist: ein (öffentlich) zugänglicher Archivstück (=Inhalt) ist wertvoller als eines, das im Regal verstaubt. Ein integrativer Prozess erlaubt diesen Zugang, der die Mittel für die Finanzierung dieser Aktivitäten und die Erhaltung der Materialsammlungen sichert.

In früheren EU-Projekte wie PRESTO wurden effiziente Preservation-Technologien für Broadcaster u.ä. entwickelt. Dabei wurde aufgezeigt, dass durch eine Strategie des halbautomatisierten Workflow, bei der jeder „Operator“ (Techniker, etc.) mehrere Sicherungs-Straßen gleichzeitig betreut, 50% der Aufwendungen eingespart werden können. Voraussetzungen für vollen Zugriff auf Archivinhalte: vollständige Dokumentation aller Bestände mit den dazugehörigen Metadaten inklusive Rechteklärung und Rechtemanagement; (falls notwendig) Restaurierung; ein effizientes (Vertriebs-)System für den kommerziellen als auch öffentlichen Zugang. Noch immer gibt es ungelöste Probleme bei Digitalisierung, Metadaten-Extrahierung, Restaurierung, Lagerung, Netzwerkbandbreite, Sicherheitsvorkehrungen und Auslieferung an den „End-User“. Partielle Lösungen existieren zwar, sind aber meist noch zu wenig stabil, nicht skalierbar oder finanziell nicht tragbar, und definitiv nicht in ein nachhaltiges kommerzielles und rechtliches Modell integriert. Heutzutage werden viele Initiativen geboren, die auf einer „project-to-project“-Basis beruhen, welche eine denkbar schlechte Startvorgabe für langfristige Strategien und Bemühungen auf einem gesamt-europäischen Level in diesem Bereich darstellen.

Um jedem europäischen Archivbetreiber, von den kleinen Sammlungen bis hin zu den größten, die Anwendung einer autonomen und realistischen Firmenpolitik, die die Sicherung und Nutzung von digitalen Beständen beinhaltet, zu ermöglichen, weitet PRESTOSPACE die Grenzen gegenwärtiger Technologien über den neuesten Stand der Technik hinaus und bringt Industrien, Forschungseinrichtungen und Interessensvertreter auf europäischer Ebene zusammen, um Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die eine erfolgreiche automatisierte Sicherung und einen Zugang für die /verschiedenartigsten audiovisuellen Sammlungen Europas ermöglichen.

Für nähere Details

Europäische Kommission - 6. Rahmenprogramm für Forschung
Thematische Priorität: IST (Information Society Technologies) – Technologien für die Informationsgesellschaft
Call : FP6-2002-IST-1
Instrument: Integrated Projekt
Strategisches Thema: 2.3.1.12
Technologieunterstütztes Lernen und Zugang zum Kulturerbe
Projektname: PrestoSpace
Projektnummer: FP6-507336
Projektdauer: 40 Monate
Projektstart: 1.Feb.2004
Koordinator: Daniel Teruggi
Koordinator(Organisation): Institut national de l’audiovisuel
email: prestospace_contact@ina.fr
Fax: +33 1 49 83 25 82
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